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Gedanken über den Frieden

Jeden Tag neue, schlimme Nachrichten. Ich mache mir Sorgen. Droht ein weiterer Weltkrieg? Sind all die Streiterei, all das Blut, all die Flüchtlinge, all der Terror nicht schon genug? … Fahren wir volle Fahrt voraus auf einen Abgrund zu? Ich beginne, Angst zu haben. Ich lese mehr Nachrichten. Schlimme Nachrichten. Ich bekomme noch mehr Angst. Was soll ich nur tun?! Was kann ich überhaupt tun? Die vielen Nachrichten auf Facebook/Twitter und Co zeigen mir nur zu deutlich, wie viele andere Menschen sich mit ähnlichen Gefühlen herumplagen. Sie haben Angst und wissen doch nicht, was sie gegen das große Unheil tun können. Ein Gefühl der Ohnmacht ist überwältigend, ja erdrückend.

Kampf oder Flucht – oder tot stellen – so reagieren wir auf Stress, auf diese Art von Bedrohung. Der eine will etwas tun, indem er ein Ziel sucht, etwas, das er bekämpfen kann. Jedoch ist es schwer, einen Gegner auszumachen. Es ist nicht mehr EIN „böses“ Land, EIN „Endgegner“, den man besiegen muss und dann ist alles gut. Vielmehr sind die Kräfte verschleiert. Selbst hier in Deutschland hilft die eine Hand den Flüchtlingen und die andere Hand sponsert – manchmal sogar unwissentlich – Waffen, die weiteres Leid schaffen. Die USA sponsert Flüchtlingslager in Milliardenhöhe, nur um weiterhin Waffen in Milliardenhöhe in die Krisengebiete zu verkaufen. Frankreich trauert um seine Toten – und schickt selbst gleich noch mehr Tote hinterher. Es ist zum Verrücktwerden. Wen soll man denn bekämpfen?!

Da möchte man am liebsten weglaufen, fliehen. Aber wohin? Gibt es das „Land der Hoffnung“ überhaupt? Einen Ort, an dem man unbetroffen und in Frieden leben kann?

Manchmal gebe ich mich solchen Gedanken hin.

Doch jetzt reißt es mich. „STOP!!!“

Eigentlich sollte ich es besser wissen. Jahrelang studiere ich schon die Macht des Unterbewussten. Alles, was wir denken, alles was wir fühlen, ist Energie, wie eine Art Samen, den wir in den Nährboden unseres Unbewussten sähen und mit unseren Emotionen nähren. Unser Unterbewusstsein strebt nach der Verwirklichung genau dieser Gedanken, dieser Samen.

Ich habe schon so oft erlebt, wie mächtig unsere eigene Schöpfungskraft ist und wie schnell sie reagiert.

Doch jetzt muss ich feststellen: Ich bin Teil dieser Angstmaschinerie geworden! Ich habe mit meiner Angst und mit meinen Sorgen meine Energie genau dem gewidmet, was ich NICHT möchte! Ein „Nein“ und ein „Nicht“ kennt das Unterbewusste nicht. Das ist, wie wenn man zu mir sagt, ich solle nicht an einen rosa Elefanten mit blauen Punkten denken.
Das Bild dieses Elefanten ist sofort in meinem Kopf.

Wie leicht es doch ist, sich von diesem Strom aus starken Gefühlen wie Angst, Wut und Ohnmacht mitreißen zu lassen. Zu leicht ist die Versuchung, dagegen ankämpfen zu wollen. Hollywood lehrt uns seit unserer Kindheit, dass das Böse sterben muss. Selbst ich bin nun in die Falle getappt. Die Angstmaschinerie rollt!

Wie leise und sanft sind da im Gegensatz dazu Friede, Toleranz, Freiheit und Liebe.

Doch jetzt bin ich aufgewacht. Es ist mir bewusst geworden. Ich möchte mich nicht mehr mitreißen lassen. Es ist passiert und ich bin traurig darüber. Doch jetzt möchte ich umdenken. Ich möchte meinen Gedanken dem Frieden widmen. Meine Energie dem zufließen lassen, das ich nähren möchte! Mit friedvollen und hoffnungsvollen Emotionen.

Ich mache mir bewusst, dass alles Anklagende, alles Wütende letztendlich nur der Angstmaschinerie dient. Gegen etwas zu kämpfen macht es nur stärker.

Ich lasse meine Wut ziehen. Ich mache mich frei von Angst und nehme das Ruder wieder zurück in meine eigene Hand. Ich bleibe wach und aufmerksam und richte von heute an meinen Fokus auf den Frieden in mir, auf dass er sich ausbreite und wachse, wie ein wunderschöner Baum, der eines Tages Früchte trägt.

„Doch wie soll das funktionieren?“ Fragt ein Teil in mir. „Die Bedrohung ist doch überwältigend! Wie willst du dich dagegen wehren?!“

Ich weiß es noch nicht. Doch für’s Erste genügt es mir, nicht mehr bei einem Spiel mitzumachen, das ich gar nicht spielen möchte. Als nächstes werde ich lernen, für etwas stark zu sein, das mir wirklich wichtig ist.

Ich weiß, ich werde dabei ausdauernd und hartnäckig sein. Wie ein Baby, das lernt zu gehen. Es wird Rückschläge geben, ich werde dazwischen wieder Angst haben. Aber auch beim Baby klappt es nicht sofort, aber es versucht es wieder und wieder. Bis es gelernt hat zu stehen und zu gehen.

Ich möchte ein Teil des Friedens werden.

 

Ich wünsche euch einen erhellenden Tag!